Eddie

  • Vita

    Indigo vom sechsten Kontinent,
    * 10.04.02 - † 16.12.07

    "Was man tief in seinem Herzen besitzt,
    kann man durch den Tod nicht verlieren."

    J.W.v.Goethe

  • Portfolio

    PEDIGREE: Klick
    CARDIOMYOPATHIE: Klick

  • Galerie

    >> Eddie

Cardiomyopathie Verlauf

28.02.07,
Eddies`s erste Synkope
Eddie holte seinen Ball, als er plötzlich zu Boden sackte. Er lag reglos und erwachte erst wieder im Auto auf dem Weg in die 5 Minuten entfernte Tierklinik. Eddie wirkte zu diesem Zeitpunkt sehr erschöpft und durcheinander.

Die Tierärzte nahmen Blut ab, machten einige Aufnahmen von Thorax und Abdomen und empfahlen in den nächsten Tag einen Herzultraschall machen zu lassen - um eventuelle herzbedingte Ursachen ausschließen zu können.

Zu diesem Zeitpunkt tippten die Tierärzte auf einen epileptischen Anfall und gaben für den Notfall zwei rektal Ampullen Diazepam mit.

Röntgenaufnahme am 28.02.07:



Das Herz war zu diesem Zeitpunkt ohne Auffälligkeiten.

Die Blutuntersuchung war ebenfalls ohne Befund.





01.03.07,
Herzultraschall und EKG in der Tierklinik Rostock
Herzgröße und Herzkontraktion waren physiologisch. Das EKG war unauffällig. Das Septum war etwas verdünnt, aber nicht pathologisch.

Laut Tierärztin handelte sich bei Eddie`s Bewußtlosigkeit nicht um eine herzbedingte Synkope, die Verdachtsdiagnose Dobermanncardiomyopathie wurde trotzdem ausgesprochen.

Ultraschallaufnahmen am 01.03.07:







18.04.07,
Erstvorstellung von Eddie in der LMU München für die DCM Studie
Zuerst wurde das Gewicht ermittelt.

Danach erfolgte eine eingehende Untersuchung aller Vitalwerte. Außerdem wurde nach Eddie`s Allgemeinbefinden gefragt. Anschließend wurde Eddie noch ein Röhrchen Blut aus der Halsvene entnommen.

Danach folgte der Herzultraschall. Auch hier war die Sonographie unauffällig - das Langzeit-EKG sollte für mehr Aufschluss sorgen.

Eddie mit Holter - EKG im englischen Garten:







27.04.07,
Anruf aus der Kardiologie München
Mit 55 ventrikulären Extrasystolen und 2 Couplets ist Eddie verdächtig für das Vorliegen einer Dobermannkardiomyopathie im okkulten Stadium.

Eine Medikation ist zu diesem Zeitpunkt nicht notwendig. Die Kontrolluntersuchung soll in 6 Monaten stattfinden.

Sonographisch konnte eine geringradige Trikuspitalklappeninsuffiziens festgestellt werden.

Auswertung Langzeit - EKG vom 18.04.07:



Auswertung Echokardiographie vom 18.04.07:







11.12.07,
Kontrolltermin in München
Der Ablauf war derselbe wie beim ersten Termin, aber diesmal mit niederschmetterndem Ergebnis.

Bereits beim Abhören mit dem Stethoskop waren die Extrasystolen zu hören. Beim 5 Minuten - EKG hatte Eddie schon über 130 Extrasystolen und beim Ultraschall war das Herz vergrößert und die Kontraktionsfähigkeit vermindert.

Prognose: maximal ein Jahr, der plötzliche Herztod könne aber bereits jeden Moment eintreten

Zur Therapie erhielt Eddie das Herzmedikament VETMEDIN. Die vorgeschriebene Dosis war 2 x 2 Tabletten täglich.

Noch an diesem Abend begann die Tablettengabe.





12.12.07,
Eddie verträgt Vetmedin nicht
Eddie musste in dieser Nacht über 10 mal erbrechen und auch morgens ließ seine Übelkeit nicht nach. Nachdem auch Blut im Erbrochenen zu sehen war beschloss ich ihn in unserer Tierklinik vorzustellen.

Dort erhielt er Vomex i.v. gegen die Übelkeit und Ranitidintabletten als Magenschutz sowie Ulcogantsaft.

Am gleichen Tag telefonierte ich mit München um den weiteren Verlauf der Therapie zu besprechen. Dort wurde mir geraten erstmal ein paar Tage mit der Vetmedingabe zu unterbrechen und es dann noch einmal zu versuchen.





16.12.07,
Eddie ist tot
Eddie verstarb um 16.00 Uhr im Wald beim Ball spielen.

Alles endete so wie es angefangen hatte. Eddie fiel einfach um und kämpfte noch mit dem Tod. Freunde und ich haben versucht ihn zu reanimieren, aber es war sinnlos.

Er verstarb in unseren Armen. Als er zusammensackte, dachte ich: "dass ist nur eine Synkope, gleich kommt er wieder zu sich und wir können gemeinsam nach Hause gehen..."

Wie lange sein Todeskampf gedauert hat kann ich nicht sagen - vorgekommen ist es mir wie Stunden - in Wahrheit dürften es nur Minuten gewesen sein. Niemand kann sich vorstellen wie grausam es gewesen ist.

Wir trugen seinen leblosen Körper nach Hause.

Dieses Foto entstand ca. eine halbe Stunde vor Eddie`s Tod:



Man hat ihm nichts angemerkt - alles war wie immer.





17.12.07,
Anruf aus der Tierkardiologie München
Subjektive Befunde:

mäßige Globalfunktion, linker Ventrikel volumenüberladen, Kammerdimensionen des rechten Ventrikels physiologisch, linkes Artrium normal groß, rechtes Artrium normal groß



Ultrasonographisch sind die Befunde wesentlich schlechter als bei der letzten Untersuchung. Der linke Ventrikel ist volumenüberladen und die Kontraktilität ist reduziert.

Im 5-Minuten-EKG zeigen sich bereits 132 ventrikuläre Extrasystolen.

Auswertung des Langzeit - EKG vom 11.12.07:

10784 ventrikuläre Extrasystolen
22 Salven (mehr als 3 ventrikuläre Extrasystolen hintereinander)
20 Couplets

Die Extrasystolen liegen sehr dicht an den vorhergehenden Komplexen. Es besteht die Gefahr, dass Kammerflimmern entstehen kann!